Unser Entsetzen zu der Gewalttat von Stade

Mit Fassungslosigkeit und Entsetzen haben wir die Gewalttat in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade, gezielt gerichtet gegen Mitarbeitende von Jugendamt und Einrichtung, zur Kenntnis nehmen müssen.

Diese Gewalttat richtete sich gegen Menschen, die im Auftrag unserer Gesellschaft für Kinder und Ihre Familien agieren und den Schutz von Kindern sicherstellen.

Dieses Engagement hat zu ihrem Tod geführt. Das Menschen, die für die Gesellschaft an den unterschiedlichsten Stellen Verantwortung übernehmen, unterstützen und helfen, zunehmend von Anfeindungen und Gewaltandrohungen und Gewaltausübung betroffen sind, ist leider mittlerweile zunehmend Normalität. Eine solche Tat, bei der sechs Menschen in ihrem Engagement im Prinzip stellvertretend hingerichtet wurden, ist eine Gewaltdimension, die kaum zu überbieten ist.

Das muss sicherlich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten eingeordnet werden und die Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe, auf deren Handlungssicherheit, die Partizipation und den Fachkräftemangel etc. betrachtet und überdacht werden. Wir hoffen auf eine von Fachlichkeit und Mitgefühl getragene Diskussion, die sowohl Schutz- und Sicherheitsaspekte betrachtet als auch die Errungenschaften der Kinder- und Jugendhilfe in der Arbeit mit jungen Menschen und Familien, um Lehren aus dieser schrecklichen Tat zu ziehen.

Wir möchten hier nochmal unsere aufrichtige Anteilnahme den Angehörigen der Opfer, den Freunde*innen, Kolleg*innen, den Familien und Menschen, die diese Gewalttat miterleben mussten, aussprechen.

In Trauer um die Kolleg*innen sind unsere Gedanken in Stade und der Region Hannover.

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Cigdem Preuss

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