Rückblick auf 2025 – Ein Jahr zwischen Stillstand und Aufbruch
Das Jahr 2025 liegt hinter uns – ein Jahr voller Herausforderungen, aber auch mit hoffnungsvollen Signalen für die Kinder- und Jugendhilfe.
Inklusive Kinder- und Jugendhilfe – Wo stehen wir?
Das IKJHG wurde Ende 2024 gestoppt – doch Stillstand bedeutet das nicht. Die Herbstkonferenz der Jugend- und Familienminister*innen brachte wichtige Beschlüsse auf den Weg. In unseren Fortbildungen wurde sichtbar, wie komplex die Umsetzung ist: schwierige Kooperationen zwischen ASD und § 35a-Teams, Unsicherheiten über neue Strukturen und viele offene Fragen zu Übergängen aus dem SGB IX.
Fachkräftemangel – Alltag zwischen Engagement und Überlastung
Hohe Fluktuation, wiederkehrende Einarbeitungsphasen und eine enorme Arbeitsbelastung prägen weiterhin den Alltag vieler Jugendämter und freier Träger. 2025 haben wir so viele Fortbildungen für Neueinsteiger*innen im ASD durchgeführt wie nie zuvor. Auch die Nachfrage nach Leitungsqualifizierungen erreichte ein Rekordhoch. Deutlich wird: Es braucht noch mehr gemeinsame Anstrengungen, um die Jugendhilfe langfristig zukunftsfähig aufzustellen.
Jugendhilfe neu denken!
Mehr Plätze, mehr Personal – reicht das aus? Wir meinen: Jugendhilfe muss neu denken. Statt „mehr vom Gleichen“ braucht es innovative Konzepte, konsequente Orientierung an den Bedarfen junger Menschen und den aktiven Einbezug von Familien.
Ermutigend: Es bewegt sich etwas! Neue Angebote entstehen, Familienräte werden systematisch eingesetzt, und vielerorts beginnt ein Umdenken. Deshalb haben wir 2025 unsere Denkfabrik gestartet – ein Netzwerk für Austausch, Reflexion und gemeinsames Arbeiten an der „anderen Jugendhilfe“.
Das Jahr 2026 ist da – und die Themen bewegen uns weiter. Wir freuen uns darauf, Sie auch in diesem Jahr auf Ihrem Weg zu begleiten.
